Wie oft bekommen Hunde ihre Tage?

3. Jan 2012


Zwischen dem sechsten und 18. Monat tritt bei Hündinnen die Läufigkeit auf. Das bedeutet: Die fruchtbare Periode beginnt, der Hund bekommt seine Tage. Erst Anzeichen dafür ist die Anschwellung des Geschlechtsteils bei Ihrer Hündin. Wie auch beim Menschen, hängt der erste Zeitpunkt der Periode bei Hunden von mehreren Faktoren ab. Dazu gehört: Größe des Hundes, Vererblichkeit und Umfeld des Hundes.
Beobachten Sie Ihre junge Hündin in den ersten Lebensmonaten genau. Anzeichen der ersten Läufigkeit ist die Anschwellung der Vulva (Geschlechtsorgan der Hündin). Selbst wenn Sie die Schwellung nicht sofort sehen, Sie erkenne es daran, dass sich Rüden mehr als sonst für Ihre Hündin interessieren. Machen Sie sich zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken, dass Ihre Hündin schwanger wird. Denn: In diesem Stadium führt sich Ihr Hund reichlich unwohl und verscheucht ”liebeshungrige” Rüden. Der blutige Ausfluss setzt ein paar Tage später ein. Wird dieser später baun-wässrig, ist das ein Zeichen, dass der Ausfluss sich dem Ende zuneigt. Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich, Ihrem Hund in der Zeit des Ausflusses ein Schutzhöschen anzuziehen. Dieses verhindert, dass Ihre Hündin Ihnen alles vollblutet.

Achtung Rüde! Schwangerschaftsgefahr

Kritisch wird es, wenn die fruchtbare Phase einsetzt, der sogenannte Östrus, etwas neun bis elf Tage nach Beginn der Läufigkeit. Sie können das daran erkennen, dass im Gegensatz zum ersten Stadium Ihr Hund tierische “Verehrer” des männlichen Geschlechts nicht mehr abweist oder verjagt. Lassen Sie Ihre Hündin in dieser Zeit besser nicht unbeaufsichtigt mit Rüden herumtollen. Die Gefahr einer Schwangerschaft liegt in dieser Zeit extrem hoch.

Neigt sich die fruchtbare Zeit dem Ende zu, nimmt die Vulvaschwellung, der Möstrus, ab. Rüden, die sich Ihrer Hündin jetzt nähern, vertreibt sie mit aller Entschlossenheit. Drei Wochen nach Beginn der Läufigkeit ist die Periode Ihres Hundes beendet. Mit Ablauf der fruchtbaren Periode geht der Ausfluss zurück und die Vulvaschwellung nimmt ab. Die Gebärmutter, die während der Tage anschwillt, bildet sich erst acht bis zehn Wochen nach Ende der Läufigkeit zurück.

Grundsätzlich tritt nach der ersten Läufigkeit die Periode bei einem Hund etwa alle fünf bis acht Monaten auf.

Mittel gegen die Läufigkeit

Nicht nur für Ihren weiblichen Hund ist die Läufigkeit unangenehm und anstrengend, sondern auch für Sie. Aus diesem Grund gibt es mehrere wirksame Mittel, um zu verhindern, dass ein Hund läufig wird. Entweder Sie steuern mit einer Spritze oder Pillen gegen die Tage der Hündin oder sie lassen Ihren Hund sterilisieren.

Schonender für den Hund ist natürlich eine Behandlung mit Spritzen oder Pillen, da diese im Gegensatz zu einer Sterilisierung keinen operativen Eingriff mit sich zieht. Mit der Behandlung durch Injektionen oder Tabletten unterzieht sich Ihr Hund einer Hormonbehandlung. Während Sie die Pillen selbst verabreichen können, müssten Sie bei einer Behandlung durch Spritzen etwa alle fünf Monate einen Tierarzt aufsuchen.

Entscheiden Sie sich für eine Sterilisation Ihrer Hündin durch einen Tierarzt, sollten Sie sich im Vorfeld über folgendes im Klaren sein: Ihr Hund bekommt ab diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr seine Tage, allerdings kann er auch keine Welpen mehr gebären.

Bei einer Sterilisation entfernt ein Tierarzt operativ die beiden Eileiter und die Gebärmutter der Hündin. Nach erfolgreicher Operation wird Ihr Hund nicht mehr läufig und scheinschwanger. Ein weiterer Vorteil: Durch die Entfernung von Eileiter und Gebärmutter besteht keine Gefahr mehr, dass Ihr Hund an einer Gebärmutterentzündung oder Eierstockkrebs erkrankt. Ebenso verringert sich die Gefahr für Milchdrüsentumore. Aufgrund der fortgeschrittenen Tiermedizin, wie beispielsweise moderner Narkosemittel, sinkt zudem das Risiko, dass Ihrem vierbeinigen Freund bei der Operation etwas zustößt.
Bild: panthermedia.net | Ursula Jacobs

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